Die Mär vom Farbkonzept

Und anderen angeblichen do's & don'ts...

"Du brauchst ein Farbkonzept!". Ungläubich sehe ich der professionellen Raumausstatterin in einem Video zu wie sie aus einer Wohnung einen Albtraum in Beige macht. Alles Ton in Ton, Möbel, Lampen, Kissen- genau wie in einer langweiligen Möbelausstellung. Ich frage mich warum die Themen Individualität, Gemütlichkeit und Wohnfreude nicht in dem Video angesprochen wurden. Wahrscheinlich, weil sie nicht an ein Farbkonzept gebunden sind.
 Entnervt klicke ich weiter und lese von den Totsünden beim Einrichten. Weisse Wände; weil diese, genau wie weisse T-Shirts, die angeblich auch niemandem stehen, allem die Farbe aus dem Gesicht oder der Einrichtung ziehen. Weiter habe ich nicht gelesen, für mich völliger Humbug- ich finde weisse T-Shirts, besser noch weisse Hemden und Blusen sehr schön, besonders wenn sie gebügelt sind. Und sie sehen immer und an jedem gut aus.
Dann lese ich von den Dingen die man getrost aus der Wohnung werfen kann, weil das kein Mensch mehr braucht und nicht mehr zeitgemäss ist. Nummer eins war die Zimmerbar! Warum? Digitalen Freunden braucht man nichts anzubieten? Ich habe noch analoge Freunde, welche ein schönes Glas mit Inhalt zu schätzen wissen. Was aus dem Tipp wurde lest ihr hier.
Und nein, ich bin weder Minimalist und schon gar kein Fan des nordischen Flairs. Ich habe gerne schöne Sachen und Muster um mich.
Wie komme ich von so vielen unnützen Tipps zu etwas praktikabelen? Ich wandte mich an die Angelsachsen und deren wurderbare Welt der üppigen Wohnraumgestaltung öffnete sich mir.